Potsdamer Jugendliche zu Wählen ab 16

Das meinen Potsdamer Jugendliche zu „Wählen ab 16“
Der  Stadtjugendring  Potsdam  e.V.  führte  mit  Unterstützung  der  Landeshauptstadt  Potsdam vor zwei Jahren eine große Kampagne „Potsdam  geht  baden! Aber  wo?!“  durch. Dabei stand auch das neue Wahlrecht  ab  16 im Vordergrund und wir haben eine Jugendbefragung unter 1500 Jugendlichen durchgeführt.

Dabei haben wir Euch z. B. gefragt, ob Wählen ab 16 gut ist? Zwei Drittel der befragten Jugendlichen haben das mit „Ja“ beantwortet. Eure Top-Gründe dafür waren:

  • Jugendliche sind ein wesentlicher Teil unserer Gesellschaft und ihre Rechte genauso wichtig!
  • Jugendliche haben eine eigene politische Meinung und können für ihre Wahlentscheidung die Verantwortung tragen!
  • Jugendliche interessieren sich dann mehr für Politik!
  • Durch das Wahlrecht müssen die Meinungen von Jugendlichen in der Politik mehr berücksichtigt und respektiert werden!

Im Rahmen unserer großen Jugendbefragung haben wir Euch auch gefragt: Was  brauchst  Ihr,  damit  es  für  Euch  leichter  wird,  eine  Wahlentscheidung  zu  treffen und Ihr motiviert seid, wählen zu gehen? Hier sind Eure Top-Five-Antworten:
 
1. Jugendliche  brauchen  mehr  Informationen  zu  Wahlprogrammen  und  vor  allem müssen  sie jugendgerechter sein!
 
Informationen  zu  erhalten  und  sich  zu  informieren  ist  eine  grundlegende  Bedingung  politischer  Partizipation.  Am  deutlichsten  habt Ihr  den  Wunsch  geäußert  umfassender,  besser
verständlich, klarer, übersichtlicher und  auch überparteilich  informiert zu werden. Dabei geht es nicht um “mehr” Informationen, sondern im um die verständliche, anschauliche und jugendgerechte Aufarbeitung „ohne Geschwafel“. Ihr wünscht Euch zudem eine Vergleichsmöglichkeit der verschiedenen Wahlprogramme.
 
2. Politik in die Schulen bringen!
 
Wenn Ihr schon so viel Zeit in der Schule verbringt, sollte (Stadt)Politik dort wesentlich häufiger und greifbarer als bisher Thema sein. Die befragten Jugendlichen haben konkret vorgeschlagen, z. B. mehr  Veranstaltungen  an  Schulen und Diskussionsrunden mit Politiker_innen zu organisieren.
 
3. Frische Medien - frische Infos: So wollt Ihr angesprochen werden!
 
Warum  nicht  mal  die  Simpsons  das  politische  System  erklären  lassen  oder  per  eigener  Radiosendung Wahlprogramme diskutieren? Ihr wünscht Euch, dass Politik häufig, intensiv und kreativ die verschiedenen Medien nutzt und sich nicht nur auf den obligatorischen „Flyer“ konzentriert.
 
4. Glaubwürdigkeit, Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit in der Politik.
 
Jugendliche wollen “wahre”  Informationen  und  glaubwürdige Politiker_innen. Was Ihr nicht leiden könnt ist, wenn Versprechen nicht eingehalten werden. Ihr wollt mehr Anerkennung und Wahrnehmung Eurer Interessen: Politiker_innen  sollen  auch  die  Sprache  der  Jugend verstehen  und  offen  gegenüber  jungen  Denk-  und  Lebenswelten werden. Dazu gehört auch, sich einer einfachen und verständlichen Sprache bedienen zu können.
 
5. Junge Menschen wollen „keine Wahlpropaganda“!
 
Die  befragten  Jugendlichen  wünschen  sich  Aufklärung  über  die  verschiedenen  Programme  und politischen Positionen, die inhaltlich neutral ist. Damit Ihr Euch für oder gegen etwas entscheiden könnt, wollt Ihr Pro und Contra für Euch abwägen.
 
Die Ergebnisse der Jugendbefragung können wir Euch als Download gern zur Verfügung stellen.